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Summerplaeusch 2010 PDF Drucken E-Mail
23.06.2010

D Schuelferie goen em Aend entgeege und gli goots widder los mit de Proobe. Aber ai Summerplausch haemmer no:

Mittwuch, 4. Auguscht

Träffpunggt:  Ab 18:00h bim Rest. zum Roten Engel, Andreasplatz 15
Fiehrig:         Pinggtlig am Siebeni goht's los
Koschte:       
sFr. 20.- (je nach Aazahl Dailnähmer)
Aamälde:      ... sottsch Di bis am Frytig, dr 30.Juli bim
Peter Richner ( Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst ) oder Hampe Lüthi ( Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst )

Die stündige Fiehrig wird ys ins Glaibasel fiehre, so dass mr drno no dr Gaarte vom Räbhuus kenne gnaisse… 

Stadtfiehrig zem Thema:

Bechern und Zechen im Alten Basel / Unterhaltsamer Rundgang zu Basels Trink- und Saufkultur

Eines ist klar, im Vergleich zu deutschen Städten spielte im reichen Alten Basel das Bierbrauen lange Zeit eine untergeordnete Rolle. Grund dafür war die Lage der Stadt mitten in den Rebbergen, welche das Landschaftsbild bis heute prägen. Im mittelalterlichen Basel reichten die Weinreben bis an die Stadttore. Blickte man über die Stadtbefestigung, sah man sich inmitten von Rebstöcken. So spielten die historischen Rebhäuser (man denke nur schon an die bis heute existierenden E.E. Zunft zu Rebleuten, E. E. Zunft zu Weinleuten und die E.E. Gesellschaft zum Rebhaus) eine ganz bedeutsame Rolle im gesellschaftlichen Leben. Und im gesellschaftlichen Leben wurde gezecht und gesoffen – selbstverständlich …!

Der Wein geniesst also in Basel eine längere Tradition als das Bier. Mit grösster Wahrscheinlichkeit brachten bereits die Römer den Wein als kostbares Handels- und Kulturgut in die Region nördlich der Alpen und sorgten für den arbeitsintensiven Anbau der Reben. Die erste aktenkundige Brauerei hingegen können wir «erst» 1488 festmachen, während 1288 sogar schon Wein aus Zypern nach Basel importiert wurde (schon damals also schätzten Besserbetuchte fremdländischen Rebensaft)! Dennoch waren die Basler dem Bier keineswegs abgeneigt und «importierten» dieses bereits seit längerem über kürzeste Strecken aus dem Elsass und dem heutigen Süddeutschland. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Basel aber in kurzer Zeit zur unbestrittenen Bierhauptstadt der Schweiz. Möglicherweise orientierten sich die Basler am Sprichwort: «Wenn du dir Bier leisten kannst, trink Wasser – wenn du dir Wein leisten kannst, trink Bier»! Das so typische Basler Understatement?

Auf diesem unterhaltsamen Rundgang, geleitet von unseren weder dem Gersten- noch dem Rebensaft abgeneigten Kulturhistorikern, stossen Sie auf die altehrwürdigen Basler Brau- und Schankhäuser, bestaunen edle Renaissancebauten wie jener der einflussreichen Zunftherren zu Weinleuten, erfahren, was es beispielsweise mit dem Basler Bierstreik auf sich hatte und hören allerlei Geschichten und Anekdoten rund um die Basler Trink- und Saufkultur. Oder frei nach Johann Wolfgang von Goethe: «Ein starkes Bier. Beizender Toback. Und eine Magd im Putz. Das ist nun mein Geschmack» (Faust I).


Letzte Aktualisierung ( 09.08.2010 )
 
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